Drei Rasenplätze, hochmoderne Mäh-Roboter und neue LED-Flutlichtanlagen. Der Emmertinger Sportplatz ist weit mehr als nur Amateurfußball – er ist Leidenschaft. Doch die Verantwortlichen haben immer wieder mit massiven Problemen zu kämpfen.
Emmerting – Die Sportanlage des SV-DJK Emmerting ist ein echter Hingucker. Drei Rasenplätze, davon ein Hauptplatz, der erst vor kurzem mit neuen Toren ausgestattet wurde, nachhaltige LED-Flutlichtanlagen, modernste Mähroboter, eine fest installierte Bewässerungsanlage und ein komplett neu eingerichtetes Funktionsgebäude inklusive Sportheim-Wirt. Der Verein ist weit mehr als nur Amateurfußball – er ist ein Ort von Engagement und Ehrenamt.
Doch es ist nicht alles Gold, was glänzt. Die Verantwortlichen haben nämlich immer wieder mit massiven Problemen zu kämpfen: „Es ist unfassbar, was sich manche Leute auf unseren Plätzen erlauben“, schimpft Andreas Proksch, 2. Vorsitzender im Fußballförderverein und ehrenamtlich in der Fußballabteilung tätig, im Gespräch mit innsalzach24.de. „Eigentlich haben wir auf unserem Parkplatz ein Schild stehen, wo die Regeln für die Benutzung der Sportanlage klar fest gehalten sind. Wirklich daran halten tut sich aber kaum jemand.“
Dabei ist nicht das Problem, dass Kinder oder erwachsene Vereinsmitglieder außerhalb des Trainingsbetriebs zum Fußball spielen vorbeikommen: „Grundsätzlich ist es eine tolle Sache, wenn Kinder rausgehen und sich zum Kicken verabreden. Genau das wollen wir auch sehen“, so Proksch. „Dafür haben wir aber extra hinter unserem dritten Platz einen Bolzplatz mit Tor errichtet, auf welchem Groß und Klein stundenlang spielen können. Wir wollen keinen aussperren, aber wenn sich keiner an die Regeln hält, müssen wir Maßnahmen ergreifen.“
Das Trainieren auf dem sogenannten A-, B- oder C-Platz ist nämlich nur für vereinseigene Mannschaften vorgesehen: „Wir haben gute Rasenverhältnisse dank modernster Mähroboter, die uns das Leben ordentlich erleichtern, und zusammen mit unseren leidenschaftlich arbeitenden Platzwärten stets für perfekte Bedingungen sorgen. Wenn sich jetzt aber beispielsweise Externe an unseren Toren zu schaffen machen und diese dann auf den jeweiligen Plätzen stehen lassen, kann es vorkommen, dass sich die Roboter im Netz verhaken, stundenlang stillstehen und das Tornetz zerschneiden. Das kostet uns eine Stange Geld.“
Dabei denken wohl alle, dass sie die Plätze einfach so betreten dürfen: „Ich habe erst letztens eine kleine Gruppe gesehen, die sich mit Stangen, Koordinationsleitern und Bällen ausgestattet auf dem C-Platz niedergelassen hat. Als ich sie darauf angesprochen habe, haben sie mir erzählt, dass sie aus Burghausen und Gendorf sind, dort aber nicht auf die Anlagen können, weil rundherum Zäune stehen. Deswegen sind sie zu uns gefahren“, erklärt Proksch.
In Emmerting könne man sich „solche Zäune einfach nicht leisten“, aber nur, weil keine zu sehen seien, heiße es nicht, dass freier Zutritt sei: „Wir müssen uns deswegen irgendetwas einfallen lassen, wobei ich definitiv den Vorschlag der Kamera-Installierung bringen werde. Weil zum Einen schreckt das manche ab und zum Anderen haben wir dann endlich Klarheit, wenn wieder Tore rumstehen oder Sachen kaputt gemacht werden.“ Denn auch dies komme „immer wieder“ vor.
Ein weiteres Problem sei die Vermüllung der Plätze. Und das, obwohl genügend Abfalleimer zur Verfügung stehen: „Erst letztens ist eine Glasflasche am Hauptplatz liegen geblieben, welche von dem Mähroboter zerstört wurde. Ein Platzwart musste dann die Scherben mühsam entfernen, wobei die Klingen des Roboters natürlich kaputt waren und ersetzt werden mussten.“ Kosten, die man so nicht mehr hinnehmen wolle.
von Gabriel Zaunseder
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